Vergangenheit hat Zukunft

Die nachhaltige Revitalisierung des Gebäudeensembles aus den Siebzigerjahren auf der Münchner Schwanthalerhöhe war eine Mammutaufgabe der Schwestergesellschaften Bayerische Hausbau Development und Real Estate, die das Objekt im Bestand hat. Dabei konnte viel graue Energie eingespart werden und das Quartier wurde weitgehend dekarbonisiert.

Grün statt Grau

Die Baubranche spielt eine wichtige Rolle in der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Schließlich gehen bis zu 40 Prozent aller CO₂-Emissionen in Deutschland auf ihr Konto. Diese entstehen nicht nur im Betrieb, sondern auch beim Neubau und Abriss von Gebäuden. Deshalb hat sich die Bayerische Hausbau entschieden, ab den 2010er-Jahren die Gebäude auf der Schwanthalerhöhe im Bestand zu sanieren, zu revitalisieren und dabei weitgehend zu dekarbonisieren. Heute werden die Gebäude mit Ökostrom versorgt, das DAVANTO auch mit Fernwärme. Durch individuelle Maßnahmen wie Dach- und Fassadensanierung sowie neue Dämmungen konnten sieben Prozent an Emissionen eingespart werden. In dem 12-geschossigen Wohnturm wurden in allen 214 Wohneinheiten die Fenster durch dreifach isoliertes Glas ersetzt. Auch die Versorgungstechnik ist wichtig, um den CO₂-Ausstoß zu verringern. Die Anlagentechnik im Gewerbesockel wurde also modernisiert und die Steigstränge für Lüftung, Wasser und Heizung im Wohnturm und im Hotelkomplex aufwendig saniert. Auf dem Dach des Hotels befindet sich jetzt zudem eine Photovoltaikanlage für Allgemeinstrom.

Premiumlage mit Historie

Geburtsort des Biergartens und Brückenkopf des Münchner Brutalismus: Das Karree rechts oberhalb der Theresienwiese ist seit jeher ein Ort, der einen prominenten Platz im Stadtbild und in der Geschichte Münchens einnimmt. Wo einst entlang der Isarterrasse kühles Bier aus den Eiskellern der Brauereien ausgeschenkt wurde, entstand bis 1975 ein für damalige Verhältnisse architektonisch progressives Quartier als Teil des einstigen Arbeiterviertels. Heute ist das revitalisierte „Betongebirge“ lebendiger denn je und ein modernes Aushängeschild des boomenden Westends.

Workation mitten in der Stadt

Die Schwanthalerhöhe war einst ein Arbeiterviertel – und ist es in gewissem Sinne noch immer. Doch die Ansprüche an moderne Arbeitsplätze haben sich gewandelt: flexibel nutzbar, eingebettet in eine urbane Infrastruktur und förderlich für Teamgeist und Kreativität. Das DAVANTO an der Stelle des ehemaligen Hackerbrauhauses und die Büroflächen in der Schwanthalerstraße sind all diese Faktoren betreffend Paradebeispiele für das Bürogebäude von heute – und morgen. Wer den Kopf freibekommen möchte, kann über die Theresienwiese spazieren oder im Pool des Fitnessstudios im Haus ein paar Bahnen ziehen. Die begrünten Dachgärten auf verschiedenen Ebenen sind beliebt für Teammeetings oder Afterworkpartys unter freiem Himmel.

Der Mix machts

Nahversorgung ist bei der Entwicklung jedes Quartiers ein wesentliches Thema. Keiner soll für wichtige Anschaffungen und Bedarfe des täglichen Lebens ins Auto steigen müssen. Da ist das vielfältige Angebot auf der Schwanthalerhöhe vorbildlich: vom Lebensmitteleinzelhändler über Einrichtungsläden und Apotheken bis hin zu Fitness oder einer Kita. Auf dem insgesamt 3,6 Hektar großen Areal gibt es Gastronomie für jeden Geschmack. Zudem haben sich hier in zentraler Lage auch Großgewerbe eingemietet, wie beispielsweise ein Labordienstleister oder seit Herbst 2024 eine 3D-Minigolfanlage. Insgesamt hat die Bayerische Hausbau Real Estate auf der Schwanthalerhöhe 36.000 Quadratmeter an Gewerbe- und Büroflächen im Bestand.

Über den Autor

Oliver Gruß
Leiter Kommunikation & Marketing

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